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Konservieren von Asphaltdeckschichten

Die Lebensdauer von Asphaltdeckschichten hat sich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen deutlich verkürzt. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Alterung des Bindemittels Bitumen. Asphalt besteht zu rund 94 % aus Sand und Steinen sowie ca. 6 % Bindemittel, dem Bitumen. Lediglich das Bindemittel unterliegt einem beschleunigten, natürlichen Zerfallsprozess, der bereits nach wenigen Jahren zu erkennbaren Schäden führt: Kornausbruch und Rissbildung münden in Schlaglöchern und letztlich vollständiger Zerstörung des Straßenkörpers. 

Nunmehr wird dieser Entwicklung mit umfangreichen Maßnahmen zur Erneuerung der Asphaltdeckschichten Rechnung getragen. Dennoch altern die Asphaltschichten deutlich schneller, als dass die Maßnahmen diesen fortschreitenden Effekt einholen könnten. 

Die Lösung ist eine präventive Vorgehensweise, wie wir sie aus vielen anderen Bereichen schon lange kennen: die Konservierung. 

Praktisch alle Werkstoffe werden heute gegen vorzeitige Alterung geschützt und somit konserviert: So wird Stahl verzinkt, Holz druckimprägniert usw. Lediglich unseren wichtigsten volkswirtschaftlichen Vermögenswert, unsere Straßen, schützen wir bislang nicht. Dabei wurde in den USA bereits in den 70er Jahren ein Verfahren zur Konservierung von Asphalt entwickelt, dessen Wirksamkeit seit Jahrzehnten nachgewiesen ist. 

Die Konservierung von Asphalt erfolgt durch Anspritzen der bestehenden Asphaltoberfläche mit „GPM“ (Gilsonite Preservative Material). Das Konservierungsmittel dringt dabei bis zu 10 Millimeter in die bestehende Deckschicht ein und geht eine chemische Verbindung mit dem vorhandenen Bindemittel ein. Dabei wird die Textur der Straßenoberfläche nicht verändert, auch offenporige Beläge büßen nicht an ihren gewünschten Eigenschaften ein. 

Wesentlicher Wirkbestandteil des bislang bekannten Konservierungsmittels ist Gilsonit („Gilsonite“ bzw. "Uintahite“ aus dem Bundesstaat Utah der Vereinigten Staaten von Amerika). Gilsonit ist ein zu über 99 % reiner Kohlenwasserstoff natürlichen Ursprungs bzw. versteinertes Rohöl. 

Es ist besonders widerstandsfähig gegen Ausmagerungsprozesse (Oxidation, Hitze- und UV-Bestrahlung) und mechanische Beanspruchung. Durch diese Eigenschaften schützt das Konservierungsmittel das vorhandene Bitumen des Asphaltbelages gegen den natürlichen Alterungsprozess. Der typische Ausmagerungsprozess des Bindemittels wird für mehrere Jahre wirksam aufgehalten. Gleichzeitig verhindert die Konservierung wirksam den Eintritt von Wasser in den Asphalt und unterbindet somit weitgehend dessen schädigenden Einfluss. 

Ein Einsatz des Konservierungsmittels erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem noch keine wesentlichen Schäden am zu konservierenden Asphalt eingetreten sind. In Abhängigkeit des Zeitpunktes der Konservierung kann die (Rest-) Nutzungsdauer der Asphaltdeckschicht verdoppelt werden.

Ihre Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Peter Dutzky
Leiter Asphaltkonservierung
Mobil  +49 174 2642035
p.dutzky@possehl-spezialbau.de

Dipl.-Ing. Ottmar Rienhoff-Gembus
Geschäftsführer
Mobil +49 152 09328585
o.rienhoff-gembus@possehl-spezialbau.de

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