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POSSEHL als Retter in der Not

Sondereinsatz für POSSEHL SPEZIALBAU auf der A29, Niedersachsen

Am Mittwoch, 25.07.2018 kam es aufgrund der lang anhaltenden, hohen Temperaturen und der Trockenheit auf der BAB A 29 zu zwei sogenannten „Blow-Ups“ zwischen Zetel und Sande, LK Friesland, Niedersachsen.

Diese Blow-Ups entstehen durch die aufheizende Sonneneinwirkung auf den Fahrbahndeckenbeton. Die Dehnungsfugen können den Druck, der durch den sich ausbreitenden Beton entsteht, nicht mehr genügend aufnehmen. Dadurch kommt es zu extremen Spannungen in der Fahrbahn. Wird diese Spannung zu groß, entlädt sich diese „explosionsartig“. Die Fahrbahn bricht auf und es können fatale Schäden durch herumfliegende Betonausbrüche entstehen.

Bei Streckenkontrollfahrten, die seit Mai d.J. durch die Autobahnmeisterei Varel durchgeführt wurden, hatte man eine auffällige Aufwölbung an der Fahrbahndecke feststellen können. Der Beton war im Bereich der Hauptfahrspur zur Stand- und Überholspur um 2 bis 3 cm profildachförmig angehoben. Nachdem dieser Bereich durch die Autobahnmeisterei kurzfristig abgesichert wurde, stellte man fest, dass sich der Beton innerhalb von weniger als zwei Stunden um weitere 4 bis 5 cm angehoben hatte. Ein kurzfristiger Aufbruch war zu erwarten.

Da unsere Kolonnen der Niederlassungen Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen unter Leitung von Herrn Florian Lentz bereits in der Nähe mit der Betonplattenerneuerung zwischen AS Wilhelmshaven und AS Rastedt tätig waren, entschied die Autobahnmeisterei, dass wir unsere Arbeiten im abgesicherten Bereich einstellen und den Druck aus den Betonplatten nehmen sollten. Dies geschah unter Vollsperrung der Autobahn durch die Autobahnpolizei noch in den Abend- und Nachtstunden.  In den kühleren Morgenstunden erfolgte dann der Austausch der kompletten Betonplatten durch unsere Mannschaft.

Am Donnerstagabend, dem 26.07.2018 erhielten wir einen erneuten Anruf der Autobahnmeisterei. Zwei weitere Betonplatten auf der Überholfahrspur in der Gegenfahrbahn drohten aufzubrechen. Dies könnte den anstehenden Wochenendverkehr in Richtung Nordsee stark beeinflussen. Kilometerlanger Stau bei extremen Temperaturen war zu befürchten.

Durch Personalaufstockung und Einsatz des gesamten Equipments konnten wir in den Morgenstunden des Freitags, 27.07.2018 die Betonplatten auf der Überholspur ausstemmen, herausnehmen und neu betonieren. Geplant war, dass die Betonagearbeiten vor der heißen Mittagssonne abgeschlossen sein sollten. Somit hätte man den Verkehr in den frühen Abendstunden wieder freigeben können. Da aber bei den Stemmarbeiten durch den starken Druck zwei weitere angrenzende Betonplatten zerbrachen, dauerte dieser Einsatz doch wesentlich länger als geplant. Die Betonarbeiten konnten nur unter erschwerten Bedingungen durch die extreme Wärme erst gegen 15.00 Uhr beendet werden.

Da die Warnmeldung von der Autobahnmeisterei an die Pressestelle der Behörden ging, wurden die Arbeiten durch die lokale und überregionale Presse (Zeitung, Radio und Fernsehen) begleitet.

https://www.nonstopnews.de/suche/text/?page=meldung&newsnr=28105

https://www.nwzonline.de/blaulicht/im-nordwesten-schaeden-hitze-laesst-beton-aufplatzen_a_50,2,383111018.html

Unser Auftraggeber war von unserer flexiblen Anpassung an diese Notsituation und kurzfristige Hilfestellung äußerst beeindruckt.

Florian Lentz
Niederlassungsleiter
Telefon +49 4335 72999 10
Mobil +49 172 5677135
f.lentz@possehl-spezialbau.de


POSSEHL SPEZIALBAU GMBH
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