Unsere Bauwerksanierung dient der Instandsetzung von Gebäuden, Schächten, Brücken und sonstigen sanierungsbedürftigen Bauwerken aller Art. Spezialisiert sind wir auf Anlagen der Deutsche Bahn AG.
Täglich rattern die Züge der Bahnstrecke Berlin–Hamburg über die Gleise – auch über den Tunnel Moorfleet, durch den die A1 führt. Eine enorme Belastung, die der Substanz des Bauwerks über Jahrzehnte hinweg zusetzte. Sichtbare Schäden an der Deckenunterseite des Autobahntunnels waren die Folge. Zeit für eine umfassende Sanierung.
Der rund 240 Meter lange Autobahntunnel Billwerder-Moorfleet liegt mitten in Hamburg und unterquert die Gleisanlagen des großen Umschlagbahnhofs Billwerder. Errichtet wurde das Bauwerk zwischen 1961 und 1963. Es besteht aus einer Eisenbahnüberführung in Form einer Balkenbrücke sowie den darunterliegenden Autobahntrögen. Die Brücke selbst ist als zweifeldrige Stahlbetonplatte ausgeführt, die auf seitlichen Widerlagern und einer Mittelstütze aufliegt. Darunter verlaufen die beiden Tröge mit einer lichten Weite von jeweils 15,5 Metern.
Doch mit den Jahrzehnten hinterließen Feuchtigkeit und die hohe Beanspruchung deutliche Spuren am Bauwerk. Zahlreiche Schäden durchzogen die Decke; stellenweise war der Spannstahl bereits freigelegt und mit bloßem Auge sichtbar.
In Hamburg herrschte daher dringender Handlungsbedarf. Bereits im September 2025 wurden erste Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen umgesetzt.
Nur 55 Stunden blieben unserem Team, um die Arbeiten durchzuführen. Unter Vollsperrung der A1, von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, untersuchte unser Team rund 3.300 Quadratmeter Deckenfläche auf Hohlstellen und Schäden. Lose Betonteile wurden entfernt, um den Verkehrsraum dauerhaft vor herabfallenden Betonbrocken zu schützen. Anschließend erfolgten Korrosionsschutz- und Betoninstandsetzungsarbeiten einschließlich Untergrundvorbereitung und Reprofilierung. Parallel dokumentierten wir den Schadenszustand des Bauwerks und schufen damit die Grundlage für weitere Instandsetzungsmaßnahmen.
So wurden wir im Frühjahr 2026 beauftragt, verschiedene abrasive Verfahren wie Höchstdruckwasserstrahlen (HDW), Feststoffstrahlen und thermische Verfahren zu testen, um die optimale Vorgehensweise für einen großflächigen Beschichtungsabtrag festzulegen. Die Wahl fiel auf HDW als geeignete Maßnahme. Diese Arbeiten sollen im September 2026 erfolgen.
Die Arbeiten am Tunnel Billwerder-Moorfleet sind das Ergebnis akribischer Vorbereitung, klarer Abläufe und einer engen Abstimmung aller Beteiligten. Die umgesetzten Maßnahmen haben die Sicherheit des Bauwerks unmittelbar erhöht und die Grundlage für die weiteren Sanierungsschritte geschaffen. Damit wurden wichtige Voraussetzungen für den langfristigen Erhalt des Tunnels geschaffen.